16.01.2017

Verhalten bei polizeilichen Vorladungen

Noch müssen Zeugen zu polizeilichen Vorladungen nicht hingehen. Deshalb kannst du guten Gewissens wegbleiben. Manchmal erledigt sich die Sache. Manchmal nicht. Dann folgen Vorladungen zur Staatsanwaltschaft. Dieser Vorladung musst du folgen. Zu einer Vernehmung beim Staatsanwalt kannst du dich anwaltlich vertreten lassen, auch um zu verhindern, dass du dich durch unbedachte Äußerungen oder durch Antworten auf missverstandene Fragen selbst verdächtig machst. Wenn du tatsächlich mit einer Straftat im Zusammenhang stehen solltest, dann darfst du auf bestimmte Fragen schweigen. Die Entscheidung „reden müssen/schweigen dürfen“ ist tatsächlich und rechtlich schwierig. Da brauchst du in aller Regel anwaltlichen Beistand.

Nicht hingehen ist zwar richtig und erlaubt, löst die Probleme jedoch nicht immer. Z. B. kannst du eine neue Vorladung bekommen, oder SKBs sprechen dich auf der Straße an, wo du geblieben bist. Wenn du dann nur erklärst, wegen der Schule /Arbeit keine Zeit gehabt zu haben zur Vernehmung zu kommen, dann hast du vermutlich schnell die nächste Vorladung im Briefkasten.

Früher oder später heißt es dann „Farbe“ bekennen, d.h. zu sagen, dass man sich nicht als Zeuge vernehmen lassen möchte. Erklärungsbedürftig ist das nicht, du darfst dich so verhalten.

Hütet euch vor Erklärungen in die Richtung, ist weiß nichts, ich war nicht dabei etc. Für Ermittlungen ist auch schon interessant, was geredet wird, was ihr gehört habt. Und, manchmal geht es auch nur darum, Bilder die die Polizei von Personen hat, mit Namen zu versehen – also an der Identifizierung von Personen mitzuwirken.

Januar 2015


Home . Nach oben

Unterstützt wird der 13te Mann von:

Fan Club Verband e.V. Frankfurter Fanprojekt Nordwestkurve Ultras Frankfurt